VIA Imani: Mein Weg, mein Leben, meine Wahrheit.
- Bettina Büker

- 4. Feb.
- 4 Min. Lesezeit

Ich habe 22 Jahre gebraucht, um den Tod meines Vaters wirklich zu begreifen.
Nicht zu akzeptieren sondern ihn in mein Leben zu integrieren.
Mein Vater war mein Anker.
Der wichtigste Mensch in meinem Leben.
Als er ging, zog es mir den Boden unter den Füßen weg.
Ich habe funktioniert. Weitergemacht. Gelebt.
Aber etwas in mir war lange nicht mehr ganz.
Vielleicht war es genau deshalb nie ein Zufall, dass Spiritualität und das Spüren von Energie schon immer Teil meines Lebens waren.
Meine Oma war in ihrem Heimatort als „die Hexe“ bekannt.
Sie konnte Warzen wegzaubern.
Man musste daran glauben sonst passierte nichts.
In unserer Familie wussten es alle.
Aber geglaubt habe nur ich daran
Und bei mir hat es funktioniert.
Diese Erfahrung hat sich tief in mir verankert:
Dass es Dinge gibt, die man nicht erklären kann.
Dass Wirkung dort entsteht, wo Vertrauen ist.
Und dass Glauben nichts Naives ist sondern eine innere Entscheidung.
Meine Kindheit war geprägt von Liebe, Fürsorge und Sicherheit.
Ich hatte keine Nöte.
Ein starkes Fundament durch Mama und Papa
Mit 16 wurde ich selbst Mama.
Kein einfacher Schritt im Leben und doch bereue ich keine einzige Sekunde.
Mit 22 hatte ich vier Kinder.
Heute bin ich 47 und kann mit ganzem Herzen sagen:
Ich könnte nicht glücklicher sein.
Das Leben hat mich früh gelehrt, Verantwortung zu tragen.
Zu halten.
Zu stehen.
Und trotzdem bei mir zu bleiben.
Als mein Vater starb, kam ich an einen Punkt, an dem nichts mehr so war wie zuvor.
Durch die Arbeit mit Familienaufstellungen habe ich gelernt, Stück für Stück mit diesem Verlust zu leben.
Nicht leicht.
Aber ehrlich.
Diese Arbeit hat mir gezeigt, dass Heilung nicht bedeutet, dass etwas verschwindet.
Sondern dass es einen Platz bekommt.
Seit 15 Jahren habe ich den Mann an meiner Seite, der mir Halt gibt.
Der mich nimmt, wie ich bin.
Der zuhört.
Der bleibt.
Und der diesen Weg mit mir gemeinsam geht.
Unsere größte Leidenschaft ist das Reisen.
Das Unterwegssein.
Das Ankommen nicht nur an Orten, sondern auch bei uns selbst.
Unser erstes Wohnmobil war ein Hymer.
Wir haben es geliebt.
Wir waren stolz wie Bolle.
Dann wurden wir größer.
Und irgendwann haben wir uns unseren absoluten Traum erfüllt.
Dafür musste ich über mich hinauswachsen.
Ich brauchte einen LKW Führerschein.
Wann ich das letzte Mal gesessen und gelernt habe?
Pauken. Pauken. Pauken.
Die Aufregung war groß.
Die Nerven lagen blank.
Und ja Tränen sind geflossen.
Weil ich dachte: Das schaffe ich nie.
In dieser Zeit ist mir ein Mensch begegnet.
Nicht geplant.
Nicht gesucht.
Wir saßen im selben Kurs.
Sind gemeinsam durch diese Tage gegangen.
Haben gelernt, gezweifelt, gelacht, durchgehalten.
Wir haben uns gegenseitig gestärkt, aufgefangen, ermutigt.
Aus diesem gemeinsamen Weg ist etwas Besonderes entstanden:
Freundschaft.
Heute kann ich ehrlich sagen:
Wenn sie nicht gewesen wäre, weiß ich nicht, ob ich diesen Schritt wirklich gegangen wäre oder ob ich bestanden hätte.
Manche Begegnungen treten genau dann in unser Leben,
wenn wir sie am meisten brauchen.
Nicht, weil wir sie rufen.
Sondern weil das Leben uns zeigen will,
dass wir nicht alles allein tragen müssen.
Sie war so eine Begegnung.
Diese Erfahrung hat mir alles gezeigt, was ich über das Leben wissen muss:
Alles ist möglich, wenn du bereit bist, dir selbst zu vertrauen.
Heute reisen wir mit unserem LKW dorthin, wo wir uns wohlfühlen.
Wo Energie fließt.
Wo Kraft spürbar ist.
Wo wir wieder ganz bei uns ankommen.
Kein Weg ist zu weit.
Kein Ziel unerreichbar.
VIA Imani ist aus all dem entstanden.
Aus Leben.
Aus Verlust.
Aus Vertrauen.
Aus dem Wissen, dass wir nicht mehr werden müssen.
Sondern wieder wir.
Wenn ich zurückblicke, erkenne ich,
dass dieser Weg nicht aus einer Entscheidung heraus entstanden ist,
sondern aus einem inneren Wissen.
Es war der Tag der Aufstellung
Ich hatte einen Termin für eine Aufstellung vereinbart.
Eigentlich nichts Ungewöhnliches und doch war es neu.
Zum ersten Mal ließ ich mich selbst aufstellen.
Ich wusste nicht genau, warum.
Aber ich wusste: Jetzt ist der Zeitpunkt.
Als der Tag kam und ich mich aufstellte, geschah etwas, das ich so nicht erwartet hatte.
Die Person, die meine Rolle einnahm, zeigte mir zum ersten Mal ganz klar, wie es in mir wirklich aussieht.
Ich konnte nicht still stehen.
Ich war ständig in Bewegung.
Und natürlich kam die Frage:
Warum bin ich so?
Diese Aufstellung hat mir gezeigt, dass ich nicht zur Ruhe kommen wollte.
Nicht, weil ich es nicht konnte
sondern weil Ruhe bedeutet hätte, mich mir selbst zu stellen.
Und ich wusste, was in mir schlummert.
Ich durfte lernen, mich wieder selbst zu sehen.
Bei mir anzukommen.
Und zu erkennen, wie schön das Leben ist, wenn man aufhört, sich selbst auszuweichen.
In dem Moment, in dem ich das angenommen habe,
fühlte es sich an wie ein Befreiungsschlag.
Gleichzeitig wurde mir etwas anderes klar:
Wie wertvoll diese Erfahrung ist.
Und wie viele Menschen es da draußen geben muss, die ähnlich fühlen die spüren, dass etwas in ihnen gesehen werden möchte,
aber den Weg zu sich selbst noch nicht kennen.
Daraus entstand eine leise, klare Idee:
Da zu sein.
Zuzuhören.
Räume zu schaffen.
Einen Ort, an dem man alles lassen darf und doch so viel mitnimmt.
Nicht lange danach hatte dieser Weg seinen Namen:
VIA Imani – der Weg des Vertrauens.
Und dann kam der nächste Schritt.
Ich wusste: Jetzt brauche ich jemanden, der mir diesen Weg zeigt.
Der mich lehrt.
Der fühlt, wie ich fühle.
Der sieht, was ich sehe.
Es war keine Entscheidung aus dem Kopf.
Es war ein Erkennen.
Die Worte.
Die Energie.
Die Farben.
Dieses tiefe Abholen und Verstehen.
Alles fühlte sich an, als wäre es genau für mich gemacht.
So führte mich mein Weg zu Jeannette Krüssenberg.
Unser erstes Telefonat werde ich nie vergessen.
Da war diese Stimme.
Und dieses unmittelbare Verstanden werden.
Sie hat mich bestärkt, mich gesehen und mir gezeigt,
dass ihr Weg auch meiner sein kann.
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste:
Dass eine Ausbildung nicht nur Lernen bedeutet.
Sondern Selbstheilung.
Wenn du Teil meiner Reisen, meiner Erfahrungen, meiner Ausbildung und meines Seins sein möchtest,
schau gerne immer wieder hier vorbei.
Ich nehme dich ein Stück mit.




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