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Dänemark ein Land, das mich in seinen Bann gezogen hat

(7.-16.11.25)


Es war unsere erste Reise nach Dänemark.

Und ich hätte nicht ahnen können, wie sehr mich dieses Land berühren würde.



Unser Ziel war Blåvand.

Angekommen fühlte es sich an, als wären wir irgendwo im Nirgendwo gelandet.

Umringt von Dünen.

Der Strand nur ein paar Schritte entfernt.

Weite.

Stille.


Nach einem ersten Spaziergang, bei dem uns der Wind um die Ohren pfiff, machten wir es uns im Wohnmobil gemütlich.

Kaum Menschen.

Nahezu allein auf dem Stellplatz.


Nur wir.

Mein Mann, unser Hund und ich.


Wir lieben dieses Unterwegssein.

Die gemeinsame Zeit.

Die Freiheit.

Die Stille, die nichts fordert.


Am nächsten Morgen stand Esbjerg auf unserem Plan.

Eine halbe Stunde Fahrt  und doch eine andere Welt.


Ich war überwältigt von dieser Innenstadt.

Ein Laden nach dem anderen.

Klein. Liebevoll. Persönlich. Ganz gleich, was verkauft wurde man fühlte sich eingeladen.


Es erinnerte mich an früher.

An diese kleinen Läden, in denen Dinge mit den Händen gemacht wurden.

Alles wirkte aufgeräumt, ruhig, freundlich.

Die Menschen offen, herzlich.


Wir verbrachten den ganzen Tag dort.

Schlenderten durch Gassen, führten Gespräche mit Einheimischen und ließen dieses Leben einfach auf uns wirken.


Am späten Nachmittag kehrten wir zurück nach Blåvand.

Ein Strandspaziergang.

Dann ein gemütliches Abendessen.

Karten spielen.

Und dieses tiefe Gefühl von Zufriedenheit.


Am nächsten Tag gönnten wir uns eine Massage.

Schon die Begrüßung war voller Wärme.

Die Räume ruhig, liebevoll, energiegeladen.

Wir gingen gestärkt, klar und voller neuer Kraft wieder hinaus.


Am Strand begann dann ein kleines Abenteuer:

Die Suche nach Bernstein.


Jeder zweite Stein fühlte sich an, als könnte er einer sein.

Wir lachten, suchten, freuten uns.

Entdeckten Muscheln, Federn, Steine in Herzform.

Es war ein Spiel.

Und ein Geschenk.


Wir erlebten den Sonnenaufgang am Strand, kehrten zurück ins Wohnmobil und ließen den Tag in Ruhe ausklingen.


Ein weiteres Erlebnis führte uns mit dem Auto direkt an den Strand.

Und es war so viel mehr als Fahren.


Ich ließ das Fenster herunter, setzte mich auf die Tür, spürte den Wind, hörte die Wellen, sah die Weite.

In diesem Moment wurde mir bewusst, wie vollkommen unsere Natur ist.


Auf dem Weg zu einem weiteren Strand fuhren wir eine lange Straße entlang.

Rechts und links Ferienhäuser, kleine dänische Häuschen, Grundstücke, die zum Verweilen einluden.


Plötzlich sagte ich nur:

Halt an. Einfach anhalten.


Ich stieg aus, mein Herz klopfte.

Überquerte die Straße.

Stand auf einem offenen Grundstück.


Und dann stand es vor mir.

Ein Reh.

Unerschrocken.

Still.

Auf mich zulaufend.


Ich war wie angewurzelt.

So etwas hatte ich noch nie erlebt.


25 Minuten stand ich dort.

Bewegte mich kaum.

Als wäre dieser Moment ein Geschenk, das ich nicht unterbrechen durfte.


Für manche ist es nur ein Tier.

Für mich war es eine Begegnung auf einer Ebene, die sich nicht erklären lässt.

Tränen flossen.

Mein Herz war geflutet von Glück, Dankbarkeit und Vollkommenheit.


Ich nahm nicht nur Bilder mit.

Ich nahm ein Gefühl mit.


Und doch hatte diese Reise noch mehr für uns bereit.


Ein paar Tage später fuhren wir zum Leuchtturm.

Es war spät, eine Regenpause.

Wir nutzten sie für einen Spaziergang.


Warum auch immer, nahm ich unseren Hund an die Leine.

Als wir die Dünen hinter uns ließen und ich nach rechts zum Strand blickte, blieb ich erneut stehen.


Dort lag sie.

Eine Seerobbe.


Noch nie zuvor hatte ich eine echte gesehen.

Und glaubt mir  ich war schon an vielen Stränden.


Ich ging auf sie zu.

Nicht für ein Foto.

Sondern um zu spüren, ob es ihr gut geht.

Ob sie Hilfe braucht.


Sie war in Ordnung.

Und mein Herz noch ein Stück voller.


Wir verbrachten noch weitere Tage in Dänemark.

Mit Spaziergängen, Gesprächen, neuen Kontakten und viel Zeit zu zweit.


Zum Abschluss führte uns unser Weg noch für zwei Tage nach Sylt,

wo wir einen unserer besten Freunde überraschten.

Er hatte Geburtstag.


Und was gibt es Schöneres,

als Menschen zu überraschen

und Tränen in den Augen zu sehen,

weil sie sich so sehr freuen,

dass du einfach da bist.


Diese Reise war mehr als ein Urlaub.

Sie war Erinnerung.

Begegnung.

Und ein stilles Glück, das bleibt.

 
 
 

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